Auswirkungen eines Protokolls zum frühzeitigen Nachweis und zur Prävention auf die Häufigkeit nosokomialer Infektionen mit Methicillin-resistenten Staphyloccoccus aureus-Stämmen (MRSA) in einer chirurgischen Abteilung
Hintergrund
Träger mehrfach resistenter Bankterien wie Methicillin-resistente Staphylococcus aureus-Stämme (MRSA) entwickeln häufig schwere nosokomiale Infektionen. Patienten, die unerkannt MRSA tragen, sind das grösste Reservoir und häufigster Ausgangspunkt für die Übertragung von MRSA. Deshalb sind die frühzeitige Identifikation deser Patienten sowie die Prävention einer Übertragung auf andere Patienten die beiden wichtigsten Massnahmen zur Begrenzung der Ausbreitung von MRSA im Spitalkontext. Indem bei der Aufnahme systematisch geprüft wird, ob Patienten MRSA-Träger sind, könnte die Sicherheit der betreffenden Patienten durch spezifische Massnahmen (z.B. täglisches Duschen mit einem desinfizierenden Produkt statt der gewohnten Seife) verbessert werden.
Ziel
The purpose of this research project is to test the idea that a molecular technique enabling rapid screening and early detection of MRSA carriage at a large surgical department can:
1) Substantially reduce the rate of nosocomial MRSA infection;
2) Significantly decrease the overall proportion of multi-resistant staphylococcal infections;
3) Increase individual patient safety by improving adequacy of antibiotic prophylaxis and
treatment. Ziele dieser Studie sind somit: 1) Im Universitätsspital Genf (HUG) für einen chirurgischen Eingriff hospitalisierte Patienten, die MRSA-Träger sind, frühzeitig erkennen. 2) Durch spezifische Präventionsmasshahmen (Spitalhygiene, topische Desinfektion usw.) die Übertragung von Patient zu Patient verhindern. 3) Die Antibiotikatherapie bei MRSA-Trägern vor dem Eingriff entsprechend anpassen, um schwere MRSA-Infektionen in der Institution zu verhindern.
Bedeutung
Das Autorenteam hofft, mit dieser Studie die Zuverlässigkeit einer neuen molekularbiologischen Methode zum MRSA-Nachweis bei Patienten, die im Universitätsspital Genf für einen chirurgischen Eingriff hospitalisiert werden, sowie die Nützlichkeit eines solchen Tests im Rahmen der Prävention schwerer nosokomialer Infektionen mit diesen mehrfach antibiotikaresistenten Erregern belegen zu können.



